Beispiele für soziale Kategorien

Ein Kreis mit verschieden farbigen Ringen, die zum Zentrum hin immer dunkler werden. Der äußere Ring ist hellrosa. Im hellrosa Ring steht »diskriminierte Positionierungen von Menschen«. Der erste Ring geht über in einen zweiten dunkelrosa Ring. In den zwei rosafarbenen Ringen stehen kreisrund angeordnet die folgenden diskriminierten Positionierungen: Arbeit*erin, arbeitslos, armutsbetroffen, keine finanzielle Absicherung, kein Erbe, inter*,  schwul, lesbisch, genderfrei, genderqueer, trans*, frauisiert, muslimisch, Schwarz, PoC, migrantisiert, Indigen, Rom*nja und Sinti*zze, Juden_Jüdinnen, sichtbar beHindert, nicht sichtbar beHindert, verRückt, chronisch krank, traumatisiert, Aufenthaltserlaubnis, »Duldung«, illegalisiert, Kinder und Geflüchtete. Die Begriffe sind unterschiedlich weit vom äußeren Rand entfernt. Der dritte Ring von Außen hat ein helles Lila und ist beschriftet mit: »privilegierte Positionierungen von Menschen«. Der hell-lila-farbene Ring geht über in einen Ring mit einem kräftigem lila Farbton. In den lilafarbenen Ringen stehen kreisrund angeordnet die folgenden privilegierten Positionierungen: überreich, Uni-Abschluss, Berufsausbildung, abgesichert durch Erbe /Eigentum, endo, heterosexuell, cis, genderkonform, männlich gelesen, christlich, weiß, Erwachsene, Nicht-Rom*nja, nicht-jüdisch, nicht beHindert, nicht verRückt, nicht chronisch krank, nicht traumatisiert und deutscher Pass. Manche Begriffe befinden sich am Übergang der diskriminierten und privilegierten Positionierungen, wie zum Beispiel der Begriff Berufsausbildung. Im Zentrum des Kreises steht »maximale Macht«. Die Grafik verdeutlicht wie vielfältig Diskriminierungen und Privilegierungen von Menschen sind und dass jede einzelne Verortung dazu führt, dass ein Mensch näher an die maximale Macht rückt, oder von gesellschaftlicher Teilhabe ferngehalten wird. Durch die unterschiedlichen Anordnungen der Positionierungen innerhalb einer Diskriminierungsform wird gezeigt, dass auch innerhalb diskriminierter und privilegierter Positionierungen Machtunterschiede bestehen. Zum Beispiel zwischen einem schwulen Cis-Mann, der queerfeindlich diskriminiert wird und einer inter* Person, die durch Inter*feindlichkeit und Zweigenderung diskriminiert wird. Oder zwischen einer Person, die durch einen Uni-Abschluss bildungsmäßig privilegiert ist und einer Person, die das weniger machtvolle Privileg einer abgeschlossenen Berufsausbildung hat.