Dominanzgesellschaft

Das Wort Dominanz bedeutet übersetzt Vorherrschaft oder Übermacht.

Eine Dominanzgesellschaft ist eine Gesellschaft in der Menschen (und andere →Lebewesen) anders gemacht und abgewertet werden. Die Anders-Machung beruht auf erfundenen Unterscheidungen wie zum Beispiel Mann oder Frau, →Schwarz oder →weiß, muslimisch oder christlich, zugehörig oder fremd, Tier oder Mensch, arm oder reich und vielen anderen. Die Unterscheidungen wirken zusammen und erzeugen Ungerechtigkeit. Zum Beispiel werden weiße christliche Kinder aus wohlhabenden Familien in der Schule besser gefördert als armutsbetroffene muslimische →Kinder of Color. Gleichzeitig wird so getan, als gäbe es keine Diskriminierung und alle hätten die gleichen Chancen zum Beispiel auf Bildung, Gesundheitsversorgung und Mitbestimmung.

Die Ungleichheit in Dominanzgesellschaften wie Deutschland, Österreich und der Schweiz hat oft eine lange Geschichte und die Ungerechtigkeit ist so vielschichtig wie die Unterscheidungen auf denen sie basiert. Eine tief verwurzelte Dominanz-Vorstellung ist der Glaube, Menschen wären von der Natur getrennt und sollten die nicht-menschliche Natur beherrschen.

Gut zu wissen: Birgit Rommelspacher hat die Begriffe Dominanzgesellschaft und Dominanzkultur geprägt. Ens war Psychologens und Sozialarbeitens. Eine ausführlichere Erklärung des Begriffes findest du hier: migrations-geschichten.de