Warum fragen wir dich?
Bei den Fragen zu den Texten auf dieser Website geht es nicht um die Bewertung deiner Gefühle und Gedanken oder eine Aufforderung zur Selbstdarstellung. Die Fragen sind ein Angebot an dich – eine Einladung zur Unterhaltung mit dir selbst.
Die Fragen können dich dabei unterstützen Diskriminierung als solche wahrzunehmen.
Wir hoffen, dass dich das →empowert, in Zusammenhängen in denen du diskriminierst wirst.
Die Idee dahinter ist, dass du darüber nachdenkst und nachspürst, was diese Texte mit dir zu tun haben, was sie mit dir machen, welche Gefühle sich bei dir melden.
Dir selbst deine Gefühle und Gedanken zu Diskriminierungen zu zeigen, indem du sie zeichnest, körperlich ausdrückst (zum Beispiel durch Tanzen) oder aufschreibst, kann dich empowern. Zum Beispiel wenn dir klar wird, dass unangenehme Gefühle und Gedanken über dich selbst auf Diskriminierungen beruhen und nicht auf einem Mangel, der in dir liegt. Es kann dich stärken zu wissen, dass du nicht alleine damit bist – und dass dieser Zustand verändert werden kann.
Wir hoffen, dass es dir hilft Verantwortung zu übernehmen und solidarisch zu sein, in Zusammenhängen, in denen du privilegiert wirst.
Wenn du deine Gedanken zu den Fragen nach Außen bringst, übernimmst du Verantwortung – für dich selbst und für Andere. Diskriminierungen funktionieren auch dadurch, dass wir sie verdrängen und gar nicht als Diskriminierungen wahrnehmen. Wenn du genauer nachspürst, welche Diskriminierungs-Erfahrungen du selbst machst – oder wo du selbst unbewusst diskriminierend handelst – kann dir das helfen dein Handeln zu verändern.
Dir selbst deine Gefühle und Gedanken zu Privilegierungen zu zeigen, indem du sie zeichnest, verkörperst oder aufschreibst, kann dich empfindsamer und aufmerksamer machen. Zum Beispiel indem du verstehst, dass alle Menschen in einem Netz aus Diskriminierung und Privilegierung handeln – auch ohne es zu wollen. Es kann dir helfen Scham- und Schuldgefühle über eigene Privilegien in Verantwortung und Solidarität zu übersetzen.
Wir hoffen, dass die Fragen dich inspirieren, zur Veränderung von Diskriminierung und zu einer liebevollen Verbundenheit mit dir selbst und Anderen.
Über eigene Diskriminierungen und Privilegierungen nachzudenken ist emotional herausfordernd und kann schmerzhaft sein. Es kann aber auch ein Anfang sein. Der Anfang einer neuen Haltung zu dir und der Welt. Der Anfang einer neuen liebevollen Verbundenheit mit Anderen. Dafür ist es hilfreich, das Wirrwarr an Gefühlen und Gedanken zu ordnen, indem du es aus deinem Inneren ins Außen bringst. Wir hoffen, dass unsere Fragen dir Klarheit bringen und Anregung zur Veränderung.
Wie kannst du deine Gedanken ins Außen bringen? Wie kannst du deine Gefühle einordnen?
Es gibt verschiedene Ausdrucksformen, um deine Gefühle und Gedanken zu deinen eigenen Fragen oder den Fragen auf der Website wiederzugeben.
Zum Beispiel:
- Du kannst ein Bild zeichnen
- Oder eine Melodie summen
- Du kannst deine Gedanken und Gefühle aufschreiben
- Vielleicht findest du auch einen Gegenstand, der deine Gefühle zu den Fragen verkörpert
- Oder du verkörperst sie selbst durch eine bestimmte Körperhaltung oder Bewegungen wie Tanzschritte
- Oder du atmest dreimal tief und mit geschlossenen Augen und spürst nach, wo dein Atem hingeht, wo es sich leicht und wo es sich schwer anfühlt in dir
